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deutsche Symbiosesehnsüchte

Februar 7th, 2014 by Franziska
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Die allersimpelsten Formen von Zurückhaltung … sind in Deutschland nach wie vor nicht verläßlich gegeben. Eltern, Lehrer, Freunde, Geliebte, Kinder, Nachbarn usw. haben derart wenig Hemmungen vor dem umstandslosen Eingriff, vor dem Übergriff ins andere Leben mit Vorschrift, Beschränkung, Meinungsäußerung, Ratschlag, es schlägt nur so um sich. Die Leute sind nicht gut auseinander gewachsen. (Klaus Thewelteit in “Das Land, das Ausland heißt”, dtv 1995) Ein Erbe also auch hier, eine schlechte nationale Gewohnheit als Ausdruck des Nichtherauskommens aus dem Gewirr der alles durch- und zersetzenden unheilvollen Symbiosesehnsüchte, die einhergehen mit dem Bedürfnis, Macht über andere auszuüben und sei es nur durch Beurteilung und Ratschlag.

zitiert in: Sigrid Chamberlain “Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind. Über zwei NS-Erziehungsratgeber”, Psychosozialverlag Gießen, 1997

die klebrige Mutter 2

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Alois Nebel

Januar 1st, 2014 by Franziska
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Ende der achtziger Jahre. Alois Nebel arbeitet als Fahrdienstleiter an einem kleinen Bahnhof in Bílý Potok, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakischpolnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Er ist ein Einzelgänger, der das Sammeln alter Fahrpläne der Gesellschaft von Menschen vorzieht. Doch manchmal legt sich der Nebel über die Bahnstation, und dann sieht er Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung. Alois Nebel wird diese Alpträume nicht los und endet schließlich in einem Sanatorium.

vollständige Filmkritik FAZ

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