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ACH WEHE, meine Mutter reißt mich ein.

April 5th, 2012 by Franziska
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Da hab ich Stein auf Stein zu mir gelegt,
und stand schon wie ein kleines Haus,
um das sich groß der Tag bewegt,
sogar allein.

Nun kommt die Mutter, kommt und reißt mich ein.
Sie reißt mich ein, indem sie kommt und schaut.
Sie sieht es nicht, dass einer baut.

Sie geht mir mitten durch die Wand von Stein.
Ach wehe, meine Mutter reißt mich ein.
Die Vögel fliegen leichter um mich her.
Die fremden Hunde wissen: Das ist der.
Nur einzig meine Mutter kennt es nicht,
mein langsam mehr gewordenes Gesicht.

Von ihr zu mir war nie ein warmer Wind.
Sie lebt nicht dorten, wo die Lüfte sind.
Sie liegt in einem hohen Herz – Verschlag und
Christus kommt und wäscht sie jeden Tag.

R.M. Rilke

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Die Kinder der Kriegskinder

Februar 3rd, 2012 by Franziska
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26. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie, GPPP
Göttingen, 30. 3. – 1. 4. 2012

Die Mitglieder der Altersgruppe der heute 35- bis 55-jährigen haben die Gemeinsamkeit, dass ihre Eltern den Zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt haben und damals häufig schwer belastenden Ereignissen ausgesetzt waren. In Bezug auf die “Kriegskinder” gibt es heute umfangreiche Erfahrungsberichte und Forschung. Welche Auswirkungen hatten nun die psycho-biografischen Besonderheiten der “Kriegskinder” auf ihre Nachkommen, die “Kriegsenkel”? Wie verliefen bei ihnen – im Vergleich zu anderen Generationen – die Loslösung vom Elternhaus, der Aufbau neuer Beziehungen und Bindungen, die Entwicklung von Persönlichkeit und Identität? Gab es eine transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen? Kam es zu einer Rollenumkehr gegenüber Eltern, die in bestimmter Weise selbst fürsorgebedürftig geblieben sind? Oder waren die Kinder besonders prädisponiert, selbst auch wieder zu “Opfern” zu werden (z.B. von Missbrauch) – ohne die Kraft, “nein” zu sagen? Haben die möglichen Belastungen aus der individuellen Familien- und Bindungsgeschichte der “Kriegsenkel” beigetragen zur vielfach konstatierten Unverbindlichkeit, Beliebigkeit und Verlorenheit in der Postmoderne? Wie wechselwirkt das innerfamiliäre Erbe der Kriegskind-Traumata mit den Einflüssen der fortschreitenden Ökonomisierung und Globalisierung?

Diese und ähnliche Fragen sind die Anregung für die Tagung. Wir möchten sowohl wissenschaftliche als auch eher erfahrungsbezogene und autobiografische Beiträge dafür gewinnen und unterschiedliche, multidisziplinäre Sichtweisen zusammenbringen.

zum Programm

Artikel im Tagesspiegel vom 7.4.2012

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Die Botschaften der guten Mutter an ihr Kind

Dezember 30th, 2011 by Franziska
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Ich liebe dich.
Ich will Dich.
Ich sorge für dich.
Du kannst mir vertrauen.
Ich bin für Dich da. Ich bin selbst dann für Dich da, wenn Du stirbst.
Ich liebe Dich für das, was Du bist und nicht für das, was Du tust.
Du bist etwas ganz Besonderes für mich.
Ich liebe Dich und gebe Dir die Erlaubnis, anders zu sein als ich.
Manchmal werde ich nein sagen und zwar, weil ich Dich liebe.
Meine Liebe macht Dich gesund.    Du brauchst keine Angst zu haben.
Du kannst Deiner inneren Stimme vertrauen.

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