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Aggression und Gewalt

Dezember 1st, 2008 by Franziska

Auf diesen Aufsatz von Dr. Gunter – A. Pilz, dem berühmt-berüchtigten Kenner der Fußballszene, stieß ich während meiner Recherche. Erstmals veröffentlicht wurde er 1998 in dem Buch Aggression und Gewalt. Interessant für mich war vor allem, dass dies seit langem einer der wenigen (und letzten) Versuche war, das Phänomen HOOLIGANISMUS ausschließlich mit dem Verweis auf  Rechtsextremismus zu erklären. Und liest man den Text genau, dann erkennt man auch, warum:

Der Hooliganismus enthält in exakter Spiegelung die einseitigen Werte und Verhaltensmodelle des verbreiteten Zeitgeistes: Elitäre Abgrenzung, Wettbewerbs-, Risiko- und Statusorientierung, Kampfdisziplin, Coolness, Flexibilitäts- und Mobilitätsbereitschaft, Aktionismus, Aggressionslust, Aufputschung und atmosphärischen Rausch.

Der Psychologe der Justiz-Vollzugs-Anstalt Hameln, John Weidner, weist denn auch daraufhin, daß das Persönlichkeitsprofil der gewalttätigen Hooligans, der Schwerstgewalttäter in deren Selbstbeschreibung dem eines mittleren deutschen Managers entspricht: Freundlich-locker, cool-knallhart, durchsetzungsstark, respektiert, überlegen, selbstbewußt, Menschenkenner.

oder:

Der Erlanger Strafrechtwissenschaftler ARZT schloß entsprechend anläßlich eines Richter-Seminares über “Zuschauerausschreitungen bei Fußballspielen” beim Württembergischen Fußballverband seinen Vortrag über strafrechtliche, kriminologische und verfahrensmäßige Aspekte der Zuschauerausschreitungen im Fußballsport wie folgt ab:

“Gestatten Sie mir zum Schluß ein kurzes Wort zu den Fanatikern der Oberschicht. Die Schäden, die sie anrichten, können sich neben denen, die auf Rowdies zurückzuführen sind, durchaus sehen lassen. Mitunter werden diese Schäden durch zweifelsfrei kriminelle Handlungen angerichtet, etwa wenn eine finanzielle Mißwirtschaft von Steuerhinterziehung oder Urkundenfälschung begleitet wird oder gegen den sportlichen und finanziellen Abstieg mit den vom sogenannten Bundesligaskandal bekannten strafbaren Mitteln begangen wird.“

2006 taucht der gleiche Aufsatz von G.A.P.- etwas evaluiert – auch an anderer Stelle auf. …mehr

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