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Eine Stadt tanzt

Mai 29th, 2010 by Franziska
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Hoyerswerda: Musik vom Kronus-Quartett donnert durch die Turnhalle an der Kolpingstraße. Es wird geprobt – das große Finale von „Hoyerswerda – eine Stadt tanzt“. Der unbedarfte Beobachter wundert sich: Das sollen Tanz-Laien sein?

Diese vierzig Tänzer zwischen 8 und 73 Jahren sehen ganz eindeutig nach Ensemble aus! Es geht auf und ab, wogt hin und her, fließt und schäumt. Wie ist so etwas möglich? Also: Jeder der Protagonisten möge doch bitte einmal sagen, was ihm hierzu einfällt.

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Kulturfabrik Hoyerswerda

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Eine eigene Wahrheit

April 24th, 2010 by Franziska
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Das Ziel filmischer Kunstwerke ist die Organisation eines Erfahrungskomplexes durch den Künstler, wenn auch in dessen Filmen stets nur eine Illusion der Wahrheit – ihr Bild geschaffen wird.  Die Indiviualität des Regisseurs entwirft eine bestimmte Konfiguration seines Weltverhältnisses. Das heißt, dass eben schon seine Individualität das Verhältnis zur Welt einschränkt. Die hier getroffene Auswahl vertieft die Subjektivität der vom Künstler wahrgenommenen Welt.                                                                            

Die Wahrheit eines filmischen Bildes ist etwas rein Rhetorisches. Sie ist nicht mehr als ein Traum, ein Wunschziel, das in seiner Umsetzung die Besonderheit der vom Regisseur getroffenen Auswahl, das heißt die Individualität seiner Position veranschaulicht. Nach der eigenen Wahrheit zu streben (und eine andere, allgemeine kann es ja nicht geben), das bedeutet, nach einer eigenen Sprache für die Formulierung eigener Ideen zu suchen.

A. Tarkowski  “Die versiegelte Zeit”, Verlag Ullstein GmbH 1985

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Karger Trost und etwas Ärgernis

Februar 23rd, 2010 by Franziska
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Der überwältigende Vorteil – und Nachteil – eines Regisseurs ist in der Tat, dass man nie jemandem die Schuld zuweisen kann. Fast alle Menschen haben etwas oder jemanden, dem sie die Schuld geben können. Regisseure nicht. Sie besitzen die unfaßbare Möglichkeit, ihre Wirklichkeiten oder Schicksale oder ihr Leben oder wie immer man das nennen soll, selbst zu gestalten. Ich habe häufig Trost in diesem Gedanken gefunden, kargen Trost und etwas Ärgernis.

Ingmar Bergman in “Bilder”, Kiepenheuer & Witsch 1991

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