Vergebliche Avantgarden und trotzige Grössen
Seit Herbst 2007 geht das Maxim Gorki Theater Berlin zusammen mit Sozial- und Geisteswissenschaftlern den Fragen nach sozialem Kapital und Überlebensstrategien im Umbruch europäischer Gesellschaften nach. Das Anliegen des Maxim Gorki Theater Berlin ist es, einerseits die Forschungsarbeit der Soziologen und Ethnologen in der ehemaligen Industriestadt Wittenberge und den europäischen Vergleichsregionen mit den Mitteln der darstellenden Kunst zu befragen und zu begleiten und andererseits die Methoden des Theaters vor den Augen der Wissenschaft offen zu legen und kritisch hinterfragen zu lassen. Theater und Wissenschaft verbindet dabei die Suche nach Bildern, Begriffen und Ausdrucksformen für den Dialog mit einer sich verändernden Gesellschaft. Das Maxim Gorki Theater Berlin beteiligt sich an dieser Suche mittels dramaturgischer und künstlerischer Recherche, mit Stückentwicklungen, Inszenierungen und Sonderveranstaltungen.Wittenberge in der Prignitz, einst Produktionsstätte von Nähmaschinen der Marke ‚Singer’, später ‚Veritas’, mutet mit seinen kulissenhaften Leerstandsimmobilien wie eine Überlebenslandschaft an. Welche Techniken sind notwendig, um zu überleben? Was bleibt vergeblich? Was hat noch Sinn?
Die Wissenschaftler Heinz Bude, Wolfgang Engler und Andreas Willisch diskutieren über ihre Forschungsergebnisse zur Stadt Wittenberge im Rahmen des Projektes ÜBER LEBEN IM UMBRUCH
Tags: Leben · Sinn · UmbruchNo Comments
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